Schule

Im Herbst 2011, nur sieben Monate nach dem ersten Spatenstich, begann in der Grundschule Maman Vabatu Ngoma für die ersten Schüler der Unterricht. Mit Abschluss zweier weiterer Bauabschnitte 2013 und 2016 hat die Schule dann acht Klassenzimmer, ein Verwaltungs- und Toilettengebäude sowie eine Umgebungsmauer. Von der Vorschulklasse bis zur 9. Klasse werden derzeit 340 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 15 Jahren nach dem kongolesischen Schulsystem unterrichtet. Dieses ist eng an das belgische angelehnt. Die Schule und damit auch die erreichten Abschlüsse sind staatlich anerkannt.

Einzugsgebiet ist das Quartier Lutendele/Mafuta von Kinshasa, in dem ca. 10.000 Familien leben. Das Team vor Ort besteht aus voll ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern, Sekretariat sowie Koordinator, Direktor, Schulberater und Wachpersonal.
Die Exzellenz unserer Schule wurde wiederholt durch das unabhängige Komitee des BEBUC Stipendienprogramms bestätigt. Derzeit werden vier Schülerinnen und Schüler durch Schulstipendien gefördert.

Unser erklärtes Ziel ist es, durch motivierte Lehrkräfte auch in den weiterführenden Klassen das hohe Niveau des Unterrichts beizubehalten. Um modernen Unterricht zu ermöglichen, wurde im August 2015 eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Seitdem profitieren von der erweiterten Stromversorgung rund 300 Kinder und 50 Erwachsene in Weiterbildungsangeboten wie zum Beispiel Computer- oder Nähkursen. ….

Finanzierung
Die laufenden Kosten für das Personal werden aus den Schulgeld-Beiträgen der Familien finanziert. Damit ist die Schule weitestgehend unabhängig. Die 110 Dollar pro Schuljahr können in Raten bezahlt werden, was meist auch gut funktioniert. Es gibt allerdings Monate, in denen die Beiträge der Eltern geringer ausfallen. Um dies aufzufangen, haben wir einen Spendenpool für die Lehrergehälter eingerichtet, der das Grundgehalt für alle Angestellten sichert. Das stärkt die Motivation und sorgt für einen qualitativ hochwertigen Unterricht. Deshalb ist die Schule mittelfristig jedoch auf Sach- und Geldspenden angewiesen.

Projektperspektive
Aktuell ist der Bau eines Brunnens zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser im Fokus. Für den bestehenden Computerraum soll zudem eine stabile Internetanbindung realisiert werden.
Mittelfristig möchten wir unseren Kindern neben der Grundbildung aber künftig auch einen höheren Bildungsabschluss ermöglichen. Im Jahr 2020 soll dazu erstmalig ein Jahrgang das Abitur an unserer Schule absolvieren. Für die weiteren Jahrgangsstufen und verschiedenen Zweige des Fachabiturs werden zusätzliche Klassen- und Mehrzweckräume benötigt. 2016 wurden hierfür zwei Nachbargrundstück erworben. Seit Frühling 2017 ist der Ausbau der Schule mit zwölf weiteren Klassenzimmern in zwei zweistöckigen Gebäude in vollem Gange. Aktuelle Informationen zu den Projekten finden Sie im Menüpunkt „Projektarbeit/Schule/News & Chronik“.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung der Projekte wird die Bevölkerung vor Ort in die Arbeiten eingebunden und Partner in der D.R. Kongo gezielt weiterentwickelt. Im Vordergrund unserer Bemühungen stehen die Sicherung des laufenden Schulbetriebs und der Erhalt der Schulgebäude.

News & Chronik

Hier erleben Sie aktuell mit, wie es in Afrika vorangeht. Dabei sehen Sie natürlich auch, mit welchen Mitteln man dort arbeiten muss und warum eine Unterstützung sinnvoll und hilfreich ist. Schauen Sie immer wieder hier vorbei und informieren Sie sich. Gern informieren wir Sie auch telefonisch und beantworten Ihre individuellen Fragen.

20.07.2018
Das Gebäude wächst weiter. Die Maurer sind fleißig und bald kann die Decke eingezogen werden.

xx.xx.2017
Das Fundament ist ausgehoben und mit Beton ausgegossen. Die Basis ist geschaffen.

xx.xx.2017
Die Grube wird ausgehoben. Auch die Eltern und Freunde unserer Schulkinder packen mit an.

Erwachsenenbildung

Neben der Bildung für Kinder und Jugendliche ist es unser großes Anliegen, auch den Erwachsenen unterschiedliche Möglichkeiten zur persönlichen Weiterbildung und Entwicklung anzubieten.

Basiswissen zum Beispiel über Hygiene und Gesundheitsprävention wird deshalb von uns ergänzt durch Computer- oder Nähkurse. Wichtig ist uns, dass all dies Hilfe zur Selbsthilfe ist und alles hohen Nutzwert für den Alltag in Afrika hat.

Informatik

Zentrales Ziel für unser gesamtes Projekt ist Wissensvermittlung. Und damit ist es naheliegend, dass das Wissen über Computertechnik und Internet einen hohen Nutzwert für die eigenständige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen hat. Denn wer lesen und schreiben kann, der kann auch leichter mit einem Computer umgehen und sich via Internet selbst weiterbilden.

Deshalb bieten wir, in unserem eigens geschaffenen Computerraum - mit Sachspenden und BMZ-finanziert - viele Kurse an, die Jung und Alt gerne annehmen.

Schneiderei

Besonders die Rolle der Frau ist in Afrika noch mit viel Entwicklungspotenzial zu sehen. Weil bereits junge Frauen durch ihr Können an der Nähmaschine zu mehr Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit kommen, sind wir stolz auf unser Projekt „Schneiderei“.

Dabei lernen Jugendliche – aber auch interessierte Erwachsene – den Umgang mit einer Nähmaschine. Somit lässt sich Geld sparen und gegebenenfalls für einige talentierte Frauen sogar eine kleine Existenz aufbauen.

Übrigens: Die Schuluniformen werden von unserer Schneiderei direkt auf dem Schulgelände hergestellt!